Für die Qualitätseinstufung von festen Biobrennstoffen wie Pellets nach den Güteklassen DIN plus oder EN plus A1, A2, B ist die Bestimmung des Feinanteils von Pelletproben notwendig. Der Feingutanteil als Kenngröße für die Güteklasse von Holzpellets ist neben anderen Größen wie Wassergehalt, Schüttdichte, Heizwert und Schwermetallanteilen in der DIN EN ISO 17225 festgelegt (Biogene Festbrennstoffe - Brennstoffspezifikationen und -klassen - Teil 2: Klassifizierung von Holzpellets).

Der Gehalt an Feingut wird als wichtiges Qualitätsmerkmal für Brennstoffe eingestuft, da übermäßige Mengen an Feinpartikeln das Risiko von Staubexplosionen erhöhen und auch ein Gesundheitsproblem beim Einatmen darstellen können.

Die anzuwendende Methode für die Bestimmung des Feinanteils (Fines Content) von Holzpellet Proben ist über die DIN EN ISO 18846 geregelt (Feste Biobrennstoffe – Bestimmung des Feingehaltes in Pelletproben – Manuelles Siebverfahren mit Sieblochgrößen von 3,15 mm).
Im Gegensatz zum Feingutanteil in Holzhackgut, wird der Feinanteil bei Presslingen nicht über eine automatische Siebanalyse bestimmt, da eine automatische Siebung zu erhöhtem Abrieb führe kann, was den Feinanteil während des Siebvorgangs erhöht und somit das Ergebnis verfälscht. Daher wird laut DIN EN ISO 18846 eine manuelle Siebung mit einem Rundlochsieb 3,15 mm Nennlochweite (nach DIN ISO 3310-2) vorgenommen um den Massenanteil von Pellet Fragmenten <3,15 mm zu ermitteln.

Die manuelle Siebung erfolgt sowohl für die Feststellung der mechanischen Beständigkeit der Pellets als auch für die Bestimmung des Feinanteils zum Zeitpunkt der Portionierung der Pellets für die Auslieferung / Abfüllung in Säcke.

Laut Methodenbeschreibung der DIN EN ISO 18846 wird die Pelletprobe auf ein Analysensieb mit 3,15 mm Rundlöchern, entsprechend der DIN ISO 3310-2, gegeben und durch manuelle, horizontale Bewegungen gesiebt. Laut Norm wird ein Siebdurchmesser von 400 mm empfohlen, kleinere Siebdurchmesser sind aus praktikablen Gründen ebenfalls zulässig, solange sich das Probenvolumen frei auf der Siebfläche bewegen kann und das Sieb nicht überladen wird. Das Material, welches das Analysensieb passiert, soll in eine Siebpfanne adäquater Größe gesammelt und anschließend ausgewogen werden um den Feinanteil (Proportion of fines) festzustellen.

Blau-Metall fertigt Analysensiebe mit 3,15 mm Rundloch, die den Ansprüchen der DIN EN 18846 gerecht werden, und bietet zusätzlich Möglichkeiten der Zertifizierung & Kalibrierung der Siebe für eine erhöhte statistische Sicherheit Ihrer Pelletanalyse.

Artikel Preis
Analysensieb DIN ISO 3310-2, 3,15 mm Rundloch Ø200 mm ab 115,20 €/Stück
Analysensieb DIN ISO 3310-2, 3,15 mm Rundloch Ø400 mm Derzeit nicht lieferbar
Zertifizierung & Ausstellung eines Abnahmeprüfzeugnisses 3.1 20,00 € (200mm), 45,00 € (400mm)
Kalibrierung & Ausstellung eines Abnahmeprüfzeugnisses 3.1 30,00 € (200mm), 110,00 € (400mm)
Siebpfanne für Analysensieb, 200 x 25 mm 34,90 €
Siebpfanne für Analysensieb, 200 x 50 mm 40,00 €
Siebpfanne für Analysensieb, 400 x 67 mm Derzeit nicht lieferbar
Analysensiebe Rundloch 3,15 mm nach DIN ISO 3310-2 finden auch Anwendung in den folgenden Normen:

DIN EN ISO 17827-2:2016-10: Biogene Festbrennstoffe - Bestimmung der Partikelgrößenverteilung für unkomprimierte Brennstoffe - Teil 2: Vertikales Rüttelsiebverfahren mit Sieben mit einer Lochgröße von 3,15 mm und darunter (ISO 17827-2:2016); Deutsche Fassung EN ISO 17827-2:2016

DIN EN 15149 (Zurückgezogen): Feste Biobrennstoffe - Verfahren zur Bestimmung der Teilchengrößenverteilung - Teil 1 & 2: Rüttelsiebverfahren

DIN EN 15210-1 (Zurückgezogen): Feste Biobrennstoffe - Bestimmung der mechanischen Festigkeit von Pellets und Briketts - Teil 1: Pellets; Deutsche Fassung EN 15210-1:2009

DIN EN ISO 17830:2016-11: Biogene Festbrennstoffe - Partikelgrößenverteilung von Pellet-Ausgangsmaterial (ISO 17830:2016); Deutsche Fassung EN ISO 17830:2016 (Ersetzt DIN EN 16126:2012)