Nummerierung der Lochweiten bei Langlochsieben (Beispiel, Tatsächliche Bezeichnungen sind dem Prüfprotokoll zu entnehmen)
Für Getreidesiebe mit abgerundeten Langlöchern stellen wir Abnahmeprüfzeugnisse 3.1 nach den Vorgaben der internationalen Norm DIN EN ISO 5223 aus. Das Prüfprotokoll enthält alle gemessenen Kenngrößen, die in der Norm gefordert sind, und in einem Umfang, der die Vorgaben der DIN ISO 5223 erfüllt oder übersteigt.

Für jedes von uns gefertigte Analysensieb nach DIN EN ISO 5223 wird mindestens eine zertifizierende Vermessung durchgeführt und das entsprechende Protokoll wird für mindestens ein Jahr von uns gespeichert – kann also auch ohne erneutes Einsenden des Siebes problemlos nachbestellt werden. Eine kalibrierende Messung, bei der mindestens dreimal so viele Lochweiten gemessen werden, wie in der Norm gefordert, kann nach Kundenwunsch durchgeführt werden.

Nummerierung der Löcher: Wie in der DIN EN ISO 5223 gefordert erfolgt die Vermessung entlang zweier gerader Linien von mindestens 10 cm Länge mit einem Schnittwinkel von 90°. Bei einer zertifizierenden Messung werden neun Lochweiten in Y-Richtung und sieben Lochweiten in X-Richtung erfasst und die Lochteilung wird jeweils 6x in X- und Y-Richtung vermessen (gefordert in DIN EN ISO 5223 sind fünf Lochweiten entlang jeder Linie). Die Nummerierung der Löcher erfolgt zunächst in –Y Richtung (Löcher 1 bis 9), gefolgt von den Löchern in +X Richtung (10-15); Loch #5 wird in der Vermessung der Lochteilung sowohl in Y als auch in X-Richtung erfasst.

Bezeichnungen im Messprotokoll:


Weite 1-15: Lochweiten der einzeln vermessenen Langlöcher, Bezeichnung in DIN EN ISO 5223: w1 (Sollwert entspricht der Nennlochweite, die Ober- und Untergrenzen entsprechen den Grenzabmaßen ±Δw1)

Länge 1-15: Lochlänge der einzeln vermessenen Langlöcher, Bezeichnung in DIN EN ISO 5223: w2 (Sollwert entspricht der Nennlochlänge, die Ober- und Untergrenzen entsprechen ±Δw1)

Teilung 1-2 bis Teilung 8-9: Lochteilung entlang der Y-Richtung, Bezeichnung in DIN EN ISO 5223: p1 (Sollwert entspricht der in der Norm vorgegebenen Teilung, die Ober- und Untergrenzen ergeben sich aus der normalen Grenzabmaßen ±Δp1 – eine Vermessung unter Beachtung der reduzierten Grenzabmaße kann auf Kundenwunsch durchgeführt werden)

Teilung 10-11 bis Teilung 14-15, einschließlich Teilung 12-5 & 5-13: Lochteilung entlang der X-Richtung, Bezeichnung in DIN EN ISO 5223: p2 ((Sollwert entspricht der in der Norm vorgegebenen Teilung, die Ober- und Untergrenzen ergeben sich aus der normalen Grenzabmaßen ±Δp2)


Die Vermessung von Rundlochsieben nach DIN EN ISO 5223 erfolgt nach den Methoden der DIN ISO 3310-2, welche den Vorgaben der DIN EN ISO 5223 in Hinsicht Toleranz entsprechen und diese in der Anzahl der zu vermessenden Löcher noch übersteigen.